Naturstein im Außenbereich imprägnieren? Nä!

von 16. September 2014 Naturstein pflegen

ImprägnierungMeine Kunden kann ich grob in zwei Gruppen einteilen: Die, die schon Naturstein besitzen (als Treppe, Bodenbelag, Haussockel oder Grabstein), und die, die sich gerade einen tollen Naturstein anschaffen wollen. Beide glauben leider häufig, dass das Wundermittel „Imprägnierung“ ihren Sandstein, Marmor oder Granit pflegeleicht und unveränderlich macht.

Vorab: IN der Wohnung ist es meistens eine prima Idee, den Boden, die Küchenarbeitsplatte, etc…  mit einer geeigneten Imprägnierung gegen Feuchtigkeit, Schmutz und Fett zu schützen. Im Freien ist dies meiner Ansicht nach nicht nur unnötig, sondern sogar ausdrücklich nicht empfehlenswert:

1. Die Imprägnierung wird wahrscheinlich Schäden verursachen. 

Eine Imprägnierung wird mehr oder weniger dünn aufgetragen. Über einen überschaubaren Zeitraum wirkt sie dann tatsächlich wasser- und schmutzabweisend. Sie sehen das sehr deutlich daran, dass beispielsweise ein Regentropfen auf dem Stein stehen bleibt und nicht eindringt, so als wäre da eine unsichtbare Sperre, die das Aufsaugen des Wassers durch den Stein verhindert. Klingt gut, oder?

Das Problem ist die Feuchtigkeit, die entweder noch im Stein drin ist oder von anderer Seite hineinkommt: aus dem Boden, von einer Stelle, wo die Imprägnierung nicht mehr wirksam ist, beim Haussockel aus dem Mauerwerk etc.. Diese Feuchtigkeit könnte in flüssiger Form wieder aus dem Stein heraus….wenn er nicht imprägniert wäre. Mit der Imprägnierung ist der  Stein zwar noch atmungsaktiv, aber Wasser kann nur als Wasserdampf wieder aus dem Stein austreten. Und wenn ich Ihnen jetzt sage, dass ein Liter Wasser zu 1000 Liter Wasserdampf umgewandelt werden muss, bis das klappt, dann können Sie sich selber ausmalen, wie aussichtsreich das ist .

Eigentlich problematisch sind dabei Salze, die aus dem Naturstein selbst stammen. Stellen Sie sich das einfach mal so vor: Die Feuchtigkeit wandert von kühleren Bereichen im Stein zu den wärmeren und nimmt dabei gelöste Salze mit.  An der Imprägnierung kann das Wasser aber nicht vorbei, das Salz geht von der gelösten wieder in eine kristallige Form über und dehnt sich dabei aus. So werden immer neue Schichten vom Stein abgesprengt. Der sieht dann wie ein Blätterteig aus, der an den belasteten Stellen abblättert.

Man liest häufig, dass dieser Effekt nur bei richtigen Versiegelungen eintritt, aber unser Arbeitsalltag sagt was anderes: Wir sehen immer wieder genau diese Probleme bei Naturstein, der imprägniert wurde.

2. Die Imprägnierung muss ständig wiederholt werden. 

Da das Imprägniermittel nur oberflächlich und dünn aufgetragen wird, ist sie nicht von Dauer. Das bedeutet, dass Sie den Stein immer wieder neu behandeln müssen. Damit meine ich nicht nur, das Produkt neu auftragen, sondern:

  •  den Naturstein sehr gründlich reinigen, idealerweise mit einem Reiniger aus der gleichen Produktfamilie wie die Imprägnierung;
  •  den Naturstein vollkommen austrocknen lassen (sonst sperren Sie ja Feuchtigkeit in den Stein ein);
  •  und dann die Imprägnierung ein- oder mehrmals auftragen, je nach Saugfähigkeit des Materials.

Dafür benötigen Sie viel Zeit, einen trockenen Sommer und natürlich immer wieder Reinigungs- und Imprägnierungsprodukte. Klar: Wenn das Imprägnieren unterm Strich den Stein bewahren würde, wäre das eine sinnvolle Investition, aber das tut es unserer Erfahrung ja gerade nicht. Also verursacht es Arbeit und ist rausgeschmissenes Geld.

Übrigens gibt es noch die Option, den Stein VOR Einbau imprägnieren zu lassen. Das ist dann eine „Volltränkung mit Imprägnierung“. Dabei wird der Naturstein schon vom Steinmetz in seiner Werkstatt so lange und so oft mit Imprägnierung behandelt, bis der Stein nichts mehr aufnimmt. Das hat den Vorteil, dass keine Feuchtigkeit mehr im Stein ist und daher nicht von den in Punkt 1 beschriebenen Schäden auszugehen ist. Außerdem hält diese Imprägnierung natürlich länger.
Die Nachteile: relativ hoher Zeit- und Materialeinsatz und somit höhere Kosten. Außerdem haftet kein mineralischer Mörtel mehr am Material, man muss also beim Einbau auf kunststoffgebundene Kleber zurückgreifen. Deshalb und wegen der vergleichsweise hohen Kosten ist auch die „Volltränkung“ für uns keine Option.

3. Wo bleibt die Natur im Stein? 

Mal provozierend gefragt: Ist ein vollständig mit Silikonen oder anderen Kunststoffen getränkter Naturstein noch Natur? – Nä!

Oder anders herum: Was war nochmal genau der Grund, warum Sie sich für Naturstein interessieren? Wir werben damit, dass Naturstein lange hält, dauerhaft schön ist, in der Regel wenig pflegeintensiv und eben natürlich. Ganz klar kann ich die beiden letzten Argumente vergessen, wenn ich den Stein anschließend imprägniere. Sie erhöht nicht mal die Haltbarkeit des Materials, denn auch mit Imprägnierung verwittert Naturstein wie alles, was der Verwitterung ausgesetzt ist (Holz, Beton, Seemänner ). Viel wichtiger als die Frage nach der geeigneten Imprägnierung ist die Frage: Welches Material ist für welchen Verwendungszweck geeignet?

Wenn Sie sich für Naturstein im Außenbereich entscheiden oder schon damit leben, ist klar, dass sich der Stein im Laufe der Zeit verändern wird. Wie alles Natürliche. Wie immer liegt die Schönheit im Auge des Betrachters. Viel sinnvoller als jede Imprägnierung ist ab und zu eine angemessene Reinigung, eine achtsame Nutzung und eine versöhnliche Einstellung zum Altern Ihres Natursteines.

Katja Hobler

About Katja Hobler

Katja Hobler probiert unheimlich gerne sich selbst und neue Dinge aus. Daher ist sie sehr dankbar, dass sie bei Natursteine Glöckner nicht nur für Strategie, Marketing und CSR zuständig ist, sondern noch für eine gute Handvoll anderer Bereiche.

64 Comments

  • Avatar Anne Rouget sagt:

    Sehr geehrte Frau Hobler,
    würden Sie empfehlen, auf Naturstein-Balkonterrassen-Fliesen (Marke Agrob-Buchtal) eine Nano-Versiegelung aufzubringen? Mein Problem: ich wollte von einer Fachfirma eigentlich nur die Ritzen mit Kunstharz verfugen lassen (gegen Unkrautwildwuchs), und mir wurde diese Nano-Versiegelung quasi aufgeschwatzt, meine Einwände als unbegründet abgetan. Ergebnis: Nach einem Regenguss steht nun tagelang das Wasser in unzähligen kleinen Pfützen und Lachen auf meiner Terrasse, was nicht nur ein häßlicher Anblick ist, sondern auch dazu führt, dass ich die Bakone nicht mehr betreten kann, ohne nasse Füße zu kriegen und die Schuhe ausziehen muss, bevor ich in mein Wohnzimmer (unversiegelter Parkettboden) zurückgehe. Vor der Behandlung waren die Fliesen nach Regen spätestens nach 1 Stunde wieder begehbar. Ich habe nun verlangt, dass die Nano-Versiegelung wieder abgetragen wird, fürchte aber, dass die Versiegelung, die schon ab Werk auf den Fliesen war, dann auch hinüber ist. Was meinen Sie, liegt hier nicht ein grober Fehler seitens der Firma vor? Für eine baldige Antwort wäre ich sehr dankkbar!
    Mit freundlichen Grüßen, Anne Rouget

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Sehr geehrte Frau Rouget,

      vielen Dank für Ihre Anfrage.

      Die ich Ihnen leider nicht beantworten kann, aus mehreren Gründen:
      1. Ich kenne das Material nicht, laut meiner Ad-Hoc-Internet-Recherche handelt es sich nicht um Naturstein, sondern um Keramik.
      2. Ich habe keine Ahnung, ob, wie und womit die Fliesen werkseitig behandelt worden sind.
      3. Mit Nano-Versiegelungen habe ich überhaupt keine Erfahrung.

      Laut Ihrer Beschreibung funktioniert die Versiegelung, es dringt kein Wasser ein. Mit welchem Ziel haben Sie denn die Versiegelung aufgebracht? Ich verstehe Ihren Ärger und empfehle Ihnen zunächst mal beim Hersteller der Fliesen selbst nachzufragen. Dazu sollten Sie die genaue Bezeichnung des Fliesen-Fabrikats zur Hand haben. Und dann klären: Art der werkseitigen Behandlung; eventl. Risiken bei zusätzlicher Versiegelung (auch hier das Produkt genau benennen) und gegebenenfalls deren Entfernung.
      Kommen Sie beim Hersteller nicht weiter, kontaktieren Sie einen Bausachverständigen. Ihre zuständige Handwerkskammer hilft Ihnen da gerne weiter.

      Es tut mir leid, dass ich Ihnen nicht weiter helfen kann, und drücke Ihnen die Daumen für eine schnelle und zufriedenstellende Lösung.

      Herzliche Grüße
      Katja Hobler

  • Avatar Melanie Schäfer sagt:

    Hallo Frau Hobler,

    Wir möchten unsere Terrasse neu machen und haben uns in Travertin verliebt.
    Jedoch waren schon einige Garten/Landschaftsbauer da, die uns davon abraten. Der letzte sagte, der Stein würde im Laufe der Jahre ab platzen und man könne nicht mehr barfuß oder auf Socken laufen.
    Außerdem sagte er, dass er mal beim verlegen beim Kunden vorher im Mutterboden war, dann auf dem Stein und der Schatten ging nie wieder richtig weg.
    Stimmt das alles so?
    Gelesen habe ich bei Ihnen, dass Sie von einer Imprägnierung abraten, was nach Ihrer Erklärung für mich auch plausibel ist.
    Auch die von Ihnen erwähnte Patina ist genau der Grund, warum wir diesen Stein so toll finden.
    Jedoch möchte ich mehr als nur 5 bis 6 Jahre Freude an diesem Stein haben.
    Wozu raten Sie?

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Liebe Frau Schäfer,

      vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen erst heute beantworten kann.

      Aus meiner Sicht sind Terrassenplatten aus Travertin möglich, wenn Sie als Nutzerin mit den Veränderungen, die das Material im Laufe der Zeit erfährt, zurecht kommen.

      Die Veränderungen haben Sie in Ihrer Anfrage schon formuliert:
      1. Travertin kann zwar anfangs sehr glatt, sogar glänzend geschliffen sein, das bleibt aber nicht so. Das Material wird im Laufe der Zeit rau werden. Was nicht schlimm ist, denn poliert oder fein geschliffen ist sowieso nicht die geeignete Oberflächenbearbeitung für den Außenbereich: Sind die Platten nass oder Ihre Schuhsohlen feucht, werden Sie schnell ins Rutschen kommen. Holzböden auf der Terrasse werden auch rau – stört sie das beim barfuß darüberlaufen?
      2. Wenn die Oberfläche rau wird, verschmutzt sie schneller, sie entwickelt eine Patina. Nicht immer sieht das schön aus, das hängt auch von Art und Grad der Verschmutzung ab, würde ich sagen. Man kann das aber ja reinigen, mit zufrieden stellendem Ergebnis – solange man nicht die Erwartung hat, dass der Boden wie neu aussieht.

      Ich würde tatsächlich von einer Imprägnierung abraten, um Frostschäden zu vermeiden. Bei loser Verlegung auf Split mit entsprechendem Unterbau sind Travertinplatten frostbeständig.
      Gutes Gelingen!

      Herzliche Grüße
      Katja Hobler

  • Avatar Heeb sagt:

    Wir haben uns im Dez. eine neue Aussentreppe bauen lassen. Die Platten sind aus Granit und bereits im Febr. Nach den ersten Sonnenstrahlen übersät mit dunklen Flecken. Immer ausgehend von den Fugen. Jetzt will der Handwerker die Platten imprägnieren… das wäre die Lösung?

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Sehr geehrte Frau Heeb,

      vielen Dank für Ihre Frage, die ich mit einem klaren “es kommt drauf an, eher nicht” beantworten muss
      Zunächst muss ausgeschlossen werden, dass die Flecken “von unten” kommen, z.B. durch Feuchtigkeit im Untergrund, falscher Verlegemörtel, etc. In dem Fall wäre eine Imprägnierung kontraproduktiv. Dass die Flecken von den Fugen ausgehen, spricht eher dafür.

      Sollten die Flecken tatsächlich von einer Verschmutzung der Oberfläche rühren, muss eine gründliche Reinigung erfolgen. Dann könnte nach einer ausreichenden Trocknungszeit imprägniert werden. Aber das kann ich abschließend aus der Ferne weder beurteilen noch empfehlen. Wenden Sie sich am besten an einen Steinmetz in Ihrer Nähe, der die Treppe in Augenschein nehmen und sich mit Ihrem Handwerker auch über die Art der Verlegung unterhalten kann..

      Herzliche Grüße
      Katja Hobler

      • Avatar Muhi sagt:

        Liebe Frau Hobler,

        ich habe auf der Terasse einen Kanfanar (Hartkalkstein) verlegen lassen. Ich überlege nun diesen zu imprägnieren, da ich darauf auch grillen werde sowie ein Teil der Terasse von einer Weinrebe (rote Weintrauben) überwachsen wird. Der Händler meint allerdings ich soll nicht imprägnieren sondern nur kärchern. Andere Händler meinen wieder sehr wohl imprägnieren und ja nicht kärchern. Ich bin total verunsichert. Habe auch bereits 2 Tage nach Verlegung Flecken von blauen Blüten. Was empfehlen Sie. Die Platten sind auf Drainagemörtel verklebt und eindringendes Wasser sollte da eigentlich rauslaufen.

        • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

          Guten Tag,

          ich verstehe Ihr Anliegen, fürchte aber, dass ich Sie nicht vollständig zufrieden stellen kann:
          Weder würde ich den Kalkstein imprägnieren (das hätte vor dem Verlegen geschehen müssen) noch kärchern, sondern tatsächlich damit leben, dass der Boden eine Patina entwickeln wird.

          Sie können den Boden regelmäßig mit Grundreiniger HMK R155 reinigen, Fettflecken mit HMK R152 und organische Verschmutzung mit HMK R160 entfernen. Wenn Sie ein Hochdruckgerät einsetzen, dann mit minimalem Wasserdruck – denn sonst rauen Sie die Oberfläche auf, und der Kalkstein verschmutz schneller und intensiver.

          In der Hoffnung, Ihnen weitergeholfen zu haben,

          Herzliche Grüße
          Katja Hobler

  • Avatar Dieter Kraml sagt:

    Hallo Frau Hobler,
    Ich bin noch nicht ganz sicher, was wir tun sollen. In ihrem vorstehenden Bericht lehnen sie ja grundsätzlich die Imprägnierung von Granitplatten ab (Angeboten wurde uns Padang). Wir haben 6 kleine Enkelkinder und sie können sich vorstellen, dass auf unserer neuen Terrasse einiges verschüttet wird. Die Platten werden mit Kleber und Fugenmaterial fest verklebt. Unser Gartenplaner empfiehlt auf jeden Fall eine Imprägnierung oder was muß man bei Verschmutzung tun, wenn die Terrasse nicht imprägniert ist? Beste Grüße aus Maxdorf/Pfalz.

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Hallo Herr Kraml,
      wenn die Platten neu verlegt werden, spricht beim Granit im Grunde nichts gegen eine Imprägnierung. Sie muss halt regelmäßig aufgefrischt werden.
      Wir selbst würden schon mal grundsätzlich kein Padang verlegen. Und wir würden auch eher zur regelmäßgen Reinigung mit passenden Produkten und einer gewissen Resilienz gegenüber Flecken und Patina raten.
      Lassen Sie im Zweifelsfall den Betrieb, der die Platten verlegt, die Imprägnierung vornehmen.
      Herzliche Grüße, Katja Hobler

  • Avatar Caroline sagt:

    Hallo Frau Hobler, vielen Dank für diesen interessanten Beitrag. Endlich wurde mir, durch die zahlreichen Informationen zu den Imprägniermöglichkeiten, weitergeholfen. Nun bin ich schlauer.

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Guten Tag,

      und vielen Dank für Ihr Feedback. Freut mich, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte.
      Herzliche Grüße, katja Hobler

      • Avatar Sigrid sagt:

        Ich besitze im Aussen Bereich eine gelben Quarzit , welchen ich nie imprägniert habe. Dazu möchte ich nun ei en Kalkstein Crema Levante legen. Sowohl Händler als auch Verleger empfehlen eine Imprägnierung. Ich bin jetzt sehr verunsichert Sollte ich doch lieber beim Quarzit bleiben, weil dieser doch relativ robust ist. Ich habe den Stein bis dato auch gekärchert. Dies sollte vermutlich mit dem Kalkstein nicht gemacht werden. Wird der Kalkstein unimprägniert fleckig, vorallem wenn die schmutzige Terasse feucht wird und in de Stein eindringt.

  • Avatar Horst Brandenburg sagt:

    Ich habe eine aussentreppe mit Pendant gelb granitplatten belegt.bin gerade fertig.schon jetzt sind leichte dreckspuren zu sehen.die Treppe ist zur Hälfte überdacht. wird die Treppe nicht sehr dreckig wenn ich sie nicht imprägniere? Ich bin nun etwas verunsichert, ob ich imprägnieren soll oder nicht.

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Sehr geehrter Herr Brandenburg,

      ich nehme an, Sie meinen “Padang gelb”, das ist ein chinesischer Granit. Den können Sie grundsätzlich schon mit Fleckschutz behandeln. Bei chinesischem Material weiß man halt nie, ob der eventuell schon vorbehandelt ist – und mit was. Machen Sie sicherheitshalber einen Test auf einem Material-Rest.
      Herzliche Grüße, Katja Hobler

  • Avatar Tina Meckel sagt:

    Vielen Dank für den tollen Blog!! Ich frage mich oft, wie denn die Menschen in vorindustriellen Zeiten die Steine behandelt haben. Das Kolosseum soll ja aus Travertin sein. Vielleicht einfach gar nicht? Wissen Sie wie pflanzliche Öle wirken? Früher hat man ja z.B. auch Leinöl auf Holz, Lehm und ich glaube sogar Kalkwänden als Wasser abweisenden Schutz verwendet.
    Ganz herzliche Grüße!

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Liebe Frau Meckel,

      Dankeschön, ich freue mich immer, wenn meine Artikel weiterhelfen können. Man kann Naturstein auch mit Leinöl behandeln, muss dann allerdings eine Farbtonveränderung in Kauf nehmen, gerade bei helleren Steinen.
      Herzliche Grüße, Katja Hoblerr

  • Avatar Ulrich Bertz sagt:

    Ich möchte eine freistehende Begrenzungsmauer auf unserem Grundstück errichten aus
    regelmäßigen gesägten und getrommelten Natursteinen, ca 20 cm breit
    und ca 1 m hoch, auf frostfreiem Betonfundament, verschiedene Formate.
    Ich hatte mich in Travertin verliebt, es gibt mehrere Farbvariationen,
    der Travertin stammt aus der Türkei,
    Gleichzeitig möchten wir unsere Poolumrandung erneuern. ebenfalls mit Platten aus dem gleichen Material
    (fugenlos auf Schotter und Edelsplittbett), damit alles farblich zusammenpasst.
    Nun habe ich von mehreren Seiten Bedenken bekommen wegen der mangelnden oder fehlenden Frostbeständigkeit des
    Travertins. Der Hersteller wirbt mit frostsicherem Material.
    Was raten Sie mir, sind die Travertine aus Deutschland besser oder sollte ich besser Abstand nehmen von diesem
    Stein im Aussenbereich.
    Sind die großen Mauersteine frostsicherer und nur die dünne Platten problematisch?

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Sehr geehrter Herr Bertz,

      Sie können Travertin auch im Außenbereich verwenden, und sicher sind massivere Stücke unempfindlicher als dünne Platten. Doch ich sehe auch hierin kein Problem. Womit Sie leben müssen: polierte oder fein geschliffene Flächen wittern im Freien etwas ab. Das erhöht nicht nur den Reinigungsaufwand etwas, sondern auch die Rutschsicherheit. Wenn Sie reinigen, dann bitte nicht mit der Dreckfäse oder hohem Wasserdruck, sondern mit sanftem Druck, Schrubber und einem geeigneten Reinigungsmittel.
      Herzliche Grüße,
      Katja Hobler

  • Avatar Michael Uhrich sagt:

    Hallo, unser Vorbesitzer hat Marmorfensterbänke bei den Wintergartenfenster eingebaut. Problem: Das Haus steht 200m nah am Meer. Mamor im Aussenbereich und am Meer ist suboptimal, das weiß ich inzwischen. Bei einer Fensterbank ist die Mamoroberfläche rau und uneben – als setze ihr die Erosion schneller zu als den anderen. Auch innen beginnt sie zu bröckeln… Was empfehlen Sie? Macht modellieren innen mit einem Marmorreperatur-Kitt Sinn? Würde versuchen damit die Fensterbank aussen wieder glatt zu bekommen… sollte man dann imprägnieren? Die Fensterbank austauschen wär wohl das Beste, jedoch auch sehr aufwändig… Ich kann auch gerne Bilder senden. Wäre für einen Tipp sehr dankbar 🙂 Vielen Dank und liebe Grüße

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Hallo Herr Uhrich,
      das ist von hier aus nicht zu beantworten. Da die Ursache für das Zerbröseln Ihrer Fensterbank nicht eindeutig geklärt ist, kann ich weder Marmor-Kitt noch Imprägnierung empfehlen. Bitte lassen Sie sich von einem Kollegen vor Ort beraten, der sich das Problem auch persönlich anschauen kann.
      Herzliche Grüße
      Katja Hobler

  • Avatar Tobias M. sagt:

    Hallo,

    Danke für die Meinungen und Kommentare auf dieser tollen Website!

    Auch bei uns stellt sich die Frage der Imprägnierung unseres Travertin auf unserer Terrasse im Aussenbereich. Die Terasse ist zu 75% überdacht und wird im Sommer häufig benutzt u.a. auch zum Grillen (es befindet sich ein offener Kamin darauf). Es könnte also vorkommen, dass auch mal Fett oder Getränke auf den Boden tropfen und ich möchte nicht wg. jedem Tropfen der auf den Boden geht mit dem Putztuch rennen. Und die Kids kümmert das schon gar nicht 😉
    Können Sie uns vielleicht hierfür Ihre Meinung sagen (Imprägnierung ja / nein)

    Zum Thema Alterung des Travertinsteins kann ich mir leider nichts vorstellen. Die Platten sind frisch verlegt und sehen eigtl nicht. bzw. sollen auch nicht “Neu” aussehen -> Naturstein eben. Muss ich damit rechnen, dass er sich abreibt oder verfärbt?

    Danke für Ihre Einschätzung.
    Viele Grüße

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Hallo

      und vielen Dank für die netten Worte 🙂

      Ob man im Außenbereich imprägniert, das hängt immer von den spezifischen Faktoren ab. In Ihrem Fall kann ich mir eine Imprägnierung mit HMK S234 von Möller Chemie vorstellen. Es schützt die Oberfläche, die ja größtenteils überdacht ist, vor Fett und Schmutz – insofern, dass z.B. Fett oder Rotwein länger brauchen, um in den Stein einzudringen. Wischen sollten Sie mit oder ohne Imprägnierung zeitnah. Wenn Sie merken, dass Flüssigkeit nicht mehr auf der Steinoberfläche abperlt, dann muss die Imprägnierung wiederholt werden.

      Travertin verblasst mit der Zeit unter Sonneneinstrahlung, eventuell sehen Sie irgendwann einen Farbunterschied zwischen dem überdachten und dem nicht überdachten Teil der Terrasse. S234 bewirkt auch eine ganz leichte Farbtonvertiefung. Das hilft dann vielleicht ein wenig.
      Was noch wichtig ist: vor jeder Imprägnierung eine Grundreinigung mit einem geeigneten Produkt, bestenfalls vom gleichen Hersteller, vornehmen. Wenn Sie S234 verwenden, ist dies R155.
      Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen, und wünsche Ihnen viel + lange Freude an Ihrer Terrasse,
      Katja Hobler

  • Avatar Sebastian Becker sagt:

    Guten Tag, Frau Hobler,

    in meinem Badezimmer sind polierte Granitfliesen verlegt, und diese sind entlang der Fugen an einigen Stellen -insbesondere direkt neben der Badewanne – dunkel verfärbt. Kann es sein, dass Wasser durch die Fugen seitlich in den Granit einzieht? (Ich befürchte fast dass sich Wasser unter der Wanne gesammelt hat und von dort eindringt.) Und wie bekomme ich die Feuchtigkeit wieder aus den Fliesen raus und die Fugen dicht?

    Danke für Ihren sehr aufschlussreichen Artikel und Ihren Rat.

    Mit den besten Grüßen

    Sebastian Becker

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Sehr geehrter Herr Becker,

      das ist nun aus der Ferne nicht so genau zu ermitteln. Wir verfolgen zwei unterschiedliche Theorien:

      1. Der verwendete Silikon hat im Laufe der Zeit Weichmacher freigesetzt, die in den Stein eingedrungen sind und ihn verfärbt haben.
      Die Verfärbung träte nur parallel zu den Fugen auf. Dann können Sie das Silikon entfernen und versuchen, die Verfärbung mittels Fettentferner zu reduzieren. Der neue Silikon muss dann für Naturstein geeignet sein.

      2. Feuchtigkeit hat sich tatsächlich auf der Rückseite der Fliesen angesammelt und durchfeuchtet größere Bereich des Steins. Die Verfärbung wäre dann großflächiger und nicht nur am Randbereich der Fliese. Dann werden Sie ohne größeren Aufwand die Verfärbung nicht loswerden.

      So oder so: Lassen Sie die Fliesen von einem Fachmann vor Ort besichtigen, bevor Sie sich viel Arbeit machen. Wie gesagt können wir das von hier aus nicht abschließend beurteilen.
      Hier können Sie nach Betrieben suchen: https://www.bivsteinmetz.de/betriebssuche.html
      Herzliche Grüße
      Katja Hobler

  • Avatar Stephan sagt:

    Guten Morgen Frau Hobler,
    wir besitzen ein altes Sandsteinhaus, Baujahr 1890, welches wir mit Liebe und Leidenschaft erhalten.
    Kürzlich habe ich an der Eingangstür bemerkt, dass auf einer Seite unten der Sandstein ganz fein abbröckelt, wie als hätte jemand daran gefeilt.
    Ist aber nur an einer Stelle ca. 30 x 30 cm zu beobachten.
    Bevor ich auf Ihre Seite gestossen bin, wollte ich das Ganze grossflächig reinigen und imprägnieren …..jetzt bin ich mir nicht mehr sicher.
    Was empfehlen Sie mir ?

    Danke vorab.

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Hallo,
      inzwischen haben Sie mir ja einige Fotos von der Schadstelle im Türgewände zugeschickt. Was den Sandstein da zerbröselt, sind aufsteigende Salze. Diese verursachen auch die weiße Verschmutzung. Eine Imprägnierung hilft hier nicht nur überhaupt nicht, sie vergrößert den Schaden sogar noch: Denn die Salze kommen nicht mehr aus dem Stein raus, sondern kristallisieren unter der Imprägnierung aus. Es kommt zur Schalenbildung. Ähnlich verhält es sich, wenn Sie ein Produkt zur Verfestigung einsetzen.
      Kurzfristig können Sie die Salze und die Sandsteinbrösel regelmäßig abbürsten. Mittel- oder langfristig sollten Sie den Gewändeanfänger durch eine Vierung reparieren.
      Kontaktieren Sie einen örtlichen Steinmetz, der bestenfalls Erfahrung mit zumindest kleineren Restaurierungsprojekten hat.
      Herzliche Grüße,
      Katja Hobler

  • Avatar Baumgartner Andrea sagt:

    Hallo Frau Hobler,

    die Sache mit der Imprägnierung im Außenbereich leuchtet mir vollkommen ein.
    Gilt dasselbe auch für Farbvertiefer?
    Wir haben einen Rosa Beta auf unserer Terrasse, und unter dem Fußabtreter ist der Rosa Beta viel dunkler.

    Viele Grüße aus Bayern

    ANdrea Baumgartner

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Liebe Frau Baumgartner,
      die meisten Farbtonvertiefer sind Imprägnierungen/Versiegelungen. Also sollten Sie auch darauf verzichten.
      Der Grund, warum Ihr Rosa Beta unter der Fußmatte dunkler ist: Dort hält sich die Feuchtigkeit länger, Schmutz kann länger einwirken. Sie können entweder die Fußmatte öfter mal entfernen und den Stein darunter abtrocknen lassen oder die Fußmatte in den Innenbereich legen.
      Herzliche Grüße, Katja Hobler

  • Hallo,
    eine wirklich spannende Fragestellung, da ich gerade über eine neue Fassade für mein 70er Jahre Haus nachdenke. Mir wurde die Imprägnierung als Wundermittel vom Bauunternehmen verkauft, gerade da ich angesprochen hatte, dass mir die bisherige Fassade zu schnell abgewittert hat. Da bin ich stutzig geworden, ich werde den Artikel zum Anlass nehmen nochmal auf das Bauunternehmen zuzugehen. Besten Dank!
    Grundsätzlich finde ich verleiht gerade Bauhaus-Gebäuden und kubistischer Architektur eine Fassade aus Naturstein eine besondere Eleganz.
    Ich würde mir diese Form der Fassadenverkleidung auch bei Mehrfamilienhäusern häufiger wünschen. Die Naturtöne sorgen auch dafür, dass man Schmutz auf der Fassade nicht so schnell sieht.
    Beste Grüße und weiterhin viel Erfolg!
    Oliver

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Lieber Herr Felinger,
      vielen Dank für Ihren Kommentar. Was eine Imprägnierung gegen Verwitterung helfen soll, ist mir wirklich schleierhaft. Bleiben Sie kritisch!
      Herzliche Grüße
      Katja Hobler

  • Avatar Sebastian Raatz sagt:

    Hallo,
    wir kommen aus dem Lippetal, ca. 10 Kilometer entfernt von Anröchte.
    Für unseren Neubau war es uns wichtig, einen Bezug zu den Baustoffen zu haben.
    Daher haben wir uns für Innen als Bodenbelag den Anröchter Grünsandstein ausgesucht, vielmehr den sogenannten “Kliever blau”.
    Verlegt im gesamten Erdgeschoss sowie in allen Bädern und auch in den Duschen.
    Wir sind von der Optik und besonders von der Haptik sehr begeistert.
    Wir Pflegen Ihn nur mit HAKA Schmierseife. Bis jetzt ist der Boden tadellos.
    Bei einer Imprägnierung hätte ich Angst das sich die Natürliche Oberfläche und damit die wunderschöne Haptik ändert.
    In den Duschen bin ich mir unsicher.
    Würden Sie den Naturstein im Bad imprägnieren?
    Vielen Dank im voraus und nochmals Danke für den “Super Artikel”
    Beste Grüße aus dem Lippetal
    Sebastian Raatz

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Hallo lieber Herr Raatz,
      vielen Dank für Ihr Lob. Da helfe ich Ihnen doch umso lieber weiter 😉
      Ich halte eine Imprägnierung im Nassbereich für sinnvoll: Schließlich kommt der Naturstein hier nicht nur mit Wasser und Schmutz in Kontakt, sondern auch mit Fetten und Ölen, die in den Shampoos, Duschcremes, Lotionen und nicht zuletzt unserer Haut enthalten sind. Deshalb würde ich auch eine Imprägnierung wie HKM S234 Fleckschutz einsetzen. Diese Imprägnierung müssen Sie regelmäßig wiederholen: Nämlich immer dann, wenn das Wasser nicht mehr auf der Oberfläche abperlt.
      Da das Produkt zu einer leichten Farbtonvertiefung führen kann, ist es möglicherweise angebracht, auch den restlichen Blaustein zu imprägnieren. Aber das können Sie ja am besten selbst vor Ort entscheiden.
      Die Haptik Ihres Natursteins verändert die Imprägnierung nicht – ganz anders als Schmierseife. Ich kenne das von Ihnen verwendete Produkt nicht, aber gerade Schmierseifen enthalten Öle, Fette, Wachse und wirken schichtbildend. Vielleicht verwenden Sie die HAKA Steinseife, die laut Produktbeschreibung eben nicht schichtbildend ist. Das werden Sie dann ja im Laufe der Zeit sehen. Vor jeder Imprägnierung empfehle ich Ihnen dennoch den säurefreien Grundreiniger HMK R155 – weil ich da sicher bin, dass Sie damit alle eventuellen Rückstände lösen und die Imprägnieren wirksam aufbringen können.
      Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Freude an Ihrem schönen Naturstein!
      Herzliche Grüße aus dem schwer verregneten Saarland
      Katja Hobler

      • Avatar Uwe Rössler sagt:

        Hallo Frau Holber,

        würden Sie den Reiniger und die Imprägnierung auch für ein Gartentisch aus Granit empfehlen? Der wurde imprägniert und der Hersteller empfiehlt eine jährliche Auffrischung.
        Vielen Dank im voraus.
        Viele Grüße Uwe Rössler

        • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

          Hallo Herr Rössler,
          ja, beides ist auch für Ihren Tisch geeignet. Ob die Imprägnierung notwendig ist, können Sie ganz einfach erkennen, dass Flüssigkeit direkt in den Stein einzieht und nicht auf der Oberfläche stehen bleibt. Probieren Sie es doch einfach mal mit Wasser aus: an unterschiedlichen Stellen ein paar Tropfen aufbringen und gucken, was passiert. Bleiben die wie eine Perle auf dem Naturstein stehen, ist die Imprägnierung noch wirksam.
          Herzliche Grüße, Katja Hobler

  • Avatar Reinhard Bethke sagt:

    Guten Tag Frau Hobler
    unser überdachter Hauseingang hat eine neue vierstufige Natursteintreppe aus Rosso Balmoral bekommen. Die Trittstufen besitzen eine geflammte Oberfläche und unterscheiden sich in ihrer Farbtiefe von den polierten Setzstufen sehr. Der Steinmetz meinte, dass eine farbvertiefende Imprägnierung das Problem beseitigen kann. Was würden Sie empfehlen?
    Beste Grüße aus Dessau

    Reinhard Bethke

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Guten Tag Herr Bethke,
      ja, durch einen farbtonvertiefende Imprägnierung würden sich Tritt- und Setzstufen farblich annähern. Wir haben das Thema kürzlich auch diskutiert und wir würden in diesem Fall wohl auch nachimprägnieren, da wir das Risiko der Schadensbildung im Hartgestein für eher gering erachten.
      Herzliche Grüße, Katja Hobler

  • Avatar Christian Steiner sagt:

    Hallo,
    ich hätte da eine Frage: Sollte bzw. kann man bei Wandverblendern aus Sandstein (creme weiss-hellgelb) auf eine Imprägnierung verzichten ?
    Da sie im Wohnbereich verbaut werden sollen, weiss ich nicht wie Sinnvoll das ist.
    Zumal ich kein Fan von unnötiger Chemie bin und mich an natürlichen Werkstoffen erfreuen möchte.
    Der Sandstein kommt übrigens aus Polen.

    Vielen Dank im voraus
    LG Christian Steiner

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Lieber Herr Steiner,
      vor welchem Schmutz genau soll denn die Wandverkleidungen im Innenbereich geschützt werden? Wenn Sie nicht regelmäßig Tortenschlachten veranstalten, können Sie wohl getrost auf eine Imprägnierung verzichten 😉 . Auch wenn die von uns empfohlenen Produkte gesundheitlich unbedenklich und zum Teil auch lebensmittelecht sind.
      Herzliche Grüße
      Katja Hobler

  • Avatar Ralf Selbach sagt:

    Hallo Frau Huber,
    unser Verein überlegt, für die Neugestaltung unserer 100qm Restaurantterasse Granitplatten (3 cm dick) zu verwenden – mittlerweile jedoch haben wir Bedenken wegen der Fleckenbelastung durch Fette, Speisereste etc., die ja doch anfallen werden. Hier hat uns ein Erfahrungsbericht wie dieser erschreckt:
    http://www.hausbau-blog.org/aussenanlagen/flecken-auf-terrasse-und-gartenmobel/nggallery/image/granit-terrasse-4/index.html
    Würden Sie uns Ihre Meinung dazu mitteilen – oder kennen Sie vielleicht Gastronomiebetriebe, die da aus eigenem Erleben berichten können?
    MfG Ralf Selbach

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Hallo Herr Selbach,
      ich glaube, der Hauptfehler in dem von Ihnen angeführten Beispiel liegt in der Materialwahl. Bei der quasi öffentlich frequentierten Terrasse würde ich von einem derart gleichmäßigen Material abraten. 1. sieht man darauf jeden Fettfleck, 2. sind die Benutzer nicht so vorsichtig oder aufmerksam wie bei sich zuhause und 3. hat man weder Zeit noch Lust, den Boden dauernd zu reinigen.
      Möglich wäre ein Granit wie z.B. der Rosa Beta (oder was ähnliches), der ist von Haus aus schon schwarz-weiß-grau gesprenkelt, Flecken fallen einfach nicht so auf. Vorstellen könnte ich mir auch einen Belag aus Porphyr, der ist auch mehrfarbig und sehr dicht.
      Eine regelmäßige Grundreinigung mit z.B. R155 halte ich bei stark frequentierten Flächen für sinnvoll. Hersteller wie HMK Möller Chemie oder Lithofin haben außerdem präzise auf den Stein bzw. auf die jeweilige Verschmutzung abgestimmte Reiniger, nur die kann ich auch empfehlen. Einfach irgendwas aus dem Baumarkt gekauft? Kein Wunder, dass die Dame aus dem Bericht keinen Erfolg damit hatte.
      Zusammenfassend sage ich: Wählen Sie einen Naturstein, der in Farbe und/oder Struktur nicht sehr homogen ist. Führen Sie in regelmäßigen Intervallen eine Grundreinigung durch und behandeln Sie größere Verschmutzungen sofort. Leben Sie mit kleineren Flecken.
      Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiter helfen. Herzliche Grüße
      Katja Hobler

  • Avatar Doris Berger sagt:

    Hallo, Liebe Natursteinliebhaber! Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel. Endlich wurde mir, durch die zahlreichen Informationen, weitergholfen. Ich wusste immer nicht so recht Bescheid, wie es mit den Imprägniermöglichkeiten bei Natursteinen aussieht. Nun bin ich schlauer. 🙂

  • Avatar Kerstin sagt:

    auch ich stellte mir die Frage ,,imprägniere oder versiegle ,, ich meinen frisch verlegten Naturstein…?
    Habe im Internet um Rat gesucht und nach unzähligen verschiedenen Meinungen und ,, Für und Wieder ,,
    zum Glück Ihre Seite gefunden. Ihre Argumente haben mich sofort überzeugt. Danke Danke Danke
    Ich habe mich für Naturstein entschieden wegen der Natürlichkeit und so soll es sein und bleiben! Ihre Seite hat mir sehr geholfen , gut das ich sie gefunden habe….und es noch Menschen gibt die ehrlich sind und mit Ihren Ratschlägen nicht nur ans Geld verdienen denken…..

  • Avatar Gerhard sagt:

    Super Erklärung aber es gibt halt immer wieder was Neues zu erfinden. Ich würde gerne für Eigenversuche ein kostenloses Muster liefern.
    Schönen Gruß aus Wien
    G. Ebinger

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Sehr geehrter Herr Ebinger,
      vielen Dank für Ihr Angebot. Ich behalte es im Gedächtnis für den Fall, dass wir unsere Einstellung zum Thema ändern ;-).
      Herzliche Grüße, Katja Hobler

  • Avatar Bernd Österreicher sagt:

    Hallo Fr. Hobler,
    darf ich fragen, was Sie von dem Produkt „Emsal Stein und Fliesen“ in der Anwendung 1:1 mit Wasser halten (Anwendung 1x/Jahr)? Laut Verpackung entstehen keine Schichten und unsere Naturstein-Terasse würde wahrscheinlich wieder etwas nachdunkeln. Günstiges Produkt ohne Schichtenbildung und für alle Steinböden geignet lt. Emsal.
    Vielen Dank vorab

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Lieber Herr Österreicher,

      zum Produkt von Emsal kann ich nichts sagen. Ich kenne es nicht, weiß auch nichts über die Inhaltsstoffe. Wenn drauf steht, dass es nicht schicht-bildend wirkt, ist das schonmal eine gute Sache. Aber wir empfehlen ja grundsätzlich keine Imprägnierung im Außenbereich: lieber den gleichen Aufwand an Zeit und Geld in die Reinigung investieren.

      Und: Wir achten bei unseren Produkten auch darauf, dass sie biologisch abbaubar sind, das scheint mir hier nicht der Fall zu sein.

      Herzliche Grüße

      Katja Hobler

  • Avatar Andreas Richter sagt:

    Vielen Dank für Ihre interessanten und gut nachvollziehbaren Ausführungen über das Thema “Imprägnieren von Sandstein im Außenbereich”. Hab Sandstein bei Freunden gesehen, die diesen Werkstoff sehr schön zur Gartengestaltung eingesetzt haben. Hab daraufhin voller Begeisterung auch Sandstein bestellt, der heute angekommen ist, beim Durchschneiden der Stahltransportsicherungsbänder, bröselte mir an manchen Stellen ziemlich heftig der Sandstein entgegen. Ok – dachte ich mir, google ist bekannterweise Dein Freund und bin auf die Suche nach Imprägnierungsmöglichkeiten und Gott sei Dank bei Ihnen gelandet. Ihre Ausführungen haben mich etwas beruhigt, dass mein Sandstein im nächsten Frühjahr nur noch ein Sandhaufen sein wird….
    Auch Tiefengrund zur Stärkung der Struktur lasse ich erstmal sein, da die Inhaltsstoffe von Tiefengrund, denen der Imprägnierung doch sehr stark ähneln…
    Ein Sachverhalt, der mir noch nicht so ganz ist, ist:
    Warum wird ein Sandstein, der durch einen Regenguß komplett durchtränkt ist, nicht im Winter durch Frost komplett gesprengt…. Gefrierendes Wasser hat ja bekanntlich eine ziemlich charmante Volumenausdehnung….

    Wir werden sehen… Vielen Dank nochmals für Ihre Hilfe (und Beruhigung ;-))…

  • Avatar Achim Steinmetz sagt:

    Hallo, unter einer Treppe mit Natursteinsockel befindet sich ein Wohnraum. Wenn die Sockell nach einer längeren Regenperiode durchfeuchtet ist, wird eine Stelle unterhalb der Treppe feucht. Ich wollte eigentlich die 60 Jahre alten Sockel imprägnieren (der Mieter beschwert sich zurecht),, bin aber nun verunsichert. Haben Sie einen Vorschlag /eine Alternative?
    Grüße aus Alfeld.
    Achim Steinmetz

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Hallo Herr Steinmetz,
      also so vom Schreibtisch aus kann ich sagen: Wenn Feuchtigkeit nach innen in den Wohnraum kommt, dann sind wahrscheinlich die Fugen im Sockel beschädigt und/oder die Abdichtung hinter dem Sockel mangelhaft. Das muss sich ein Fachmann vor Ort anschauen. Eine Imprägnierung wird das Problem nicht lösen.
      Kollegen, die auch Mitglied im Bundesinnungsverband sind, finden Sie hier: http://www.bivsteinmetz.de
      Viel Erfolg!

  • Avatar Jola Gloza sagt:

    Sehr geehrte Frau Hobler,
    Ich habe ein ganz anderes Problem, ich möchte neue Granitsteine schneller altern lassen. Was halten Sie davon sie mit einer Mixtur aus Buttermilch und Moos zu bepinseln?
    Liebe Grüße aus Berlin
    J. Gloza

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Hallo,
      oh…da haben Sie mich aber jetzt mal erwischt 😉 Wahrscheinlich muss es gar keine Buttermilch sein, Wasser sollte auch reichen. Bitte erst an einem kleinen Bereich testen und gucken, ob Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind. Vielleicht ja auch beide Varianten. Denn: probieren geht über Studieren. Viel Erfolg!

    • Avatar Uwe Bach sagt:

      Hallo,

      um Algen besser wachsen zu lassen am besten kalkhaltiges Wasser ausgießen, Algen mögen den hohen PH-Wert

  • Gut erklärte Infos zur Naturstein Imprägnierung! Wir möchten uns auch aussen einen Natursteinboden anschaffen, da ist es schon mal gut zu wissen, dass imprägnieren nicht immer besser ist. Wir überlegen aber, vor der Verlegung die Steinversiegelung machen zu lassen.

  • Avatar Hermann Andreas sagt:

    Ich habe eine mit Granitbruchsteinen aus unserem Raum hier wild gemauerte Gartenmauer mit völlig unterschiedlichem Fugenbild, wie es eben sein soll. . Diese Mauer hat vor 40 Jahren mein Vater gemauert, der dies noch konnte, da er mit dem Mauern von Sandsteinen gelernt hat, die er vorher selbst im Steinbruch hier brechen und zurichten mußte.
    Also, ich habe vor einigen Jahren die Mauer imprägniert, nicht wegen den Steinen, die sehen genauso aus wie vor 40 Jahren, sondern wegen der Fugen. Von Zeit zu Zeit lösen sich hiervon Teile, dann wächst hier Moos heraus und zerbröselt stetig weitere Teile der Fugen.
    Dort läuft dann Wasser hinein usw. Ich dachte, wenn ich die beschädigten Fugen ausbessere und dann imprägniere, verhindere ich zumindest eine Zeitlang den Moosbewuchs und die dadurch entstehenden Beschädigungen.
    Andererseits finde ich jetzt die Darstellung von Frau Hobler sehr logisch, was die Feuchtigkeit betrifft. Völlig dicht, dass also kein Wasser in das Mauerwerk eindringt, wird nicht gelingen. Wenn ich jetzt alles imprägniere, binde ich natürlich die Feuchtigkeit, die bereits mit Sicherheit vorhanden ist.
    Man kann natürlich sagen, das Moos ist Natur und gehört zur Mauer. Wenn es aber alle Fugen zerstört?
    Im Moment bin ich mal wieder dabei, das vorhandene Moos zu entfernen und die beschädigten Fugen auszubessern, was wirklich eine Heidenarbeit ist. Wenn ich damit fertig bin, wollte ich wieder eine Imprägnierung aufbringen, nun bin ich aber stutzig geworden und werde mir das nochmal überlegen.
    Schön, dass ich Ihren Beitrag gefunden habe.
    Viele Grüße

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Lieber Herr Andreas, wenn Sie dazu Fragen haben, können Sie uns auch einfach anrufen. Einer unserer beiden Meister wird Sie gerne beraten.

  • Es kommt sicherlich auf den Stein selbst, sowie auf seine Verwendung und die Einstellung jedes einzelnen an.

    Eine tragende Rolle spielt der Ort der Verlegung. Ob im Innenbereich, z.B. in der Küche, im Bad, im Wohn/Essbereich oder im Aussenbereich verlegt wird. Generell empfehlen wir bei stark beanspruchten Flächen eine Behandlung. Auf der Terrasse sind sicherlich andere Voraussetzungen gegeben und der Stein ist der Witterung ausgesetzt. Vielen Kundengesprächen entnehme ich, dass der Bodenbelag im Außenbereich ruhig auch altern darf, was ja auch der natürlichen Schönheit eines Natursteines entspricht – denken wir dabei nur an alte Burgen und Schlösser. Hier entscheidet das eigene Empfinden, es muss nicht zwingend imprägniert werden.

    Wollte noch was hinzufügen 🙂

    Super aus führlich erklärt…daumen hoch Frau Hobler

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Vielen Dank! Dazu gibt es in der Tat ganz unterschiedliche Meinungen, und wir haben mit Imprägnierungen im Außenbereich halt wirklich schlechte Erfahrungen gemacht. Im Innenbereich sind wir ganz bei Ihnen 🙂

  • Avatar Grebel Hubert sagt:

    Vielen Dank für Ihre anschaulichen Erklärungen und Hinweise Natur Natur sein u lassen.
    Haben mich davon abgehalten meine letztes Jahr im Aussenbereich verlegte Kellerabgangs- Granittreppe mit Imprägnierung zu malträtieren.
    Werde Sie ganz normal mit NeutralSeife-Putzwasser wischen ab und zu und sie und mich weiters ohne unnötigen Zeit-und Arbeitsaufwand natürlich Altern lassen 🙂
    Also Danke und weiter so!

    • Katja Hobler Katja Hobler sagt:

      Gern geschehen! Tatsächlich würde ich auch auf die Neutralseife verzichten. Denn darin enthaltene Wachse können eine Schicht auf dem Stein bilden, die nur dort wieder “abgelaufen” wird, wo man halt häufig drüber läuft, also z.B. in der Mitte. Das schadet jetzt dem Stein nicht, aber es kann sein, dass es irgendwann nicht mehr schön aussieht. Empfehlen kann ich von HMK Möller Chemie die Produkte P324 Edelstein-Seife (bei normaler Verschmutzung) oder R155 Grundreiniger (bei stärkerer Verschmutzung).

  • Avatar Nehren Thomas sagt:

    Interessante Informationen und schön erklärt.

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