Mal kurz erklärt: Was bedeutet die Abkürzung DNK?

DNK steht für Deutscher Nachhaltigkeitskodex. Das hilft Ihnen vermutlich jetzt erst mal nicht viel weiter. Der Nachhaltigkeitskodex fragt, geordnet nach festgelegten Themen und Kriterien, Unternehmens-Daten zur Nachhaltigkeit ab. Und zwar für alle Unternehmen die gleichen, unabhängig von Umsatzgröße oder Anzahl der Mitarbeitenden usw. Auf dieser Basis können die Daten verglichen und die Nachhaltigkeitsleistungen objektiv beurteilt werden.

DNK

DNK: Um das zu verstehen, braucht man keine Zauberei. Und besonders gruselig ist es auch nicht.

Für welche Themen interessiert sich der DNK?

Insgesamt sind es 20 unterschiedliche Kriterien, die in vier Themenfelder gegliedert sind. Alle betreffen die nicht-finanziellen Leistungen eines Unternehmens. Es geht also nicht um Umsatz oder Gewinn.

Das erste Themengebiet „Strategie“ fragt ab, wie der Nachhaltigkeitsgedanke strategisch verankert ist, z.B.:  Haben wir eine Nachhaltigkeitsstrategie und wie sieht die aus, welche Ziele verfolgen wir, wie wird die Zielerreichung kontrolliert?

Das nächste Themenfeld befasst sich mit dem Prozessmanagement: Wer trägt die Verantwortung für das Thema, wie sind die entsprechenden Regeln und Prozesse gestaltet, wie beteiligen wir unsere Anspruchsgruppen (also Mitarbeitende, Kunden, Lieferanten, etc.)?

Im dritten Themenfeld geht es um die Umwelt. Hier sind konkrete Zahlen gefragt, zum Beispiel in welchem Umfang verbrauchen wir natürliche Ressourcen (also Naturstein, aber auch Wasser, Kraftstoffe, etc.) und welche klimarelevanten Emissionen (durch den Fuhrpark, die Werkstatt etc.) entstehen durch unsere Geschäftstätigkeit.

Das vierte und letzte Themenfeld heißt „Gesellschaft“ und umfasst als Kriterien nicht nur Arbeitnehmerrechte, sondern z.B. ebenso Menschenrechte (Stichwort Import aus Asien) und Gemeinwesen (Bsp.: ehrenamtliches Engagement).

Der Bericht, der sich durch das Ausfüllen des Kriterienkataloges ergibt, nennt sich DNK-Entsprechungsbericht.

Wer prüft die Angaben?

Sobald alle Daten eingetragen sind und der Bericht von uns freigegeben ist, wird er vom DNK-Büro formal geprüft: auf Vollständigkeit und Plausibilität. Das Büro prüft nicht, ob die Angaben korrekt sind. Berichtspflichtige Unternehmen müssen dies zusätzlich über andere Verfahren gewährleisten.

Wer ist zur Berichterstattung verpflichtet?

Seit 2016 gibt es eine Pflicht zur nichtfinanziellen Berichterstattung auf europäischer Ebene. Sie betrifft Unternehmen des öffentlichen Interesses mit mehr als 500 Mitarbeitenden. Dies sind etwa die Alte Leipziger Lebensversicherung und Dekabank Deutsche Girozentrale. Statt nach DNK können diese jedoch auch gemäß vergleichbaren Regelwerken berichten.

Warum haben wir einen DNK -Entsprechungsbericht veröffentlicht?

Die Daten zusammenzutragen und als Texte in der Datenbank zu formulieren hat mich etwa eine Woche meiner Zeit gekostet. Motiviert haben mich vor allem drei Aspekte:

  • Transparenz unserer nachhaltigen Aktivitäten: Wir wollen Zahlen, Daten, Fakten liefern und nicht nur schöne Worte.
  • Dokumentation unserer Weiterentwicklung: Die soll – auch für uns selbst – nachvollziehbar sein.
  • Gutes Beispiel sein: Wenn wir nachhaltig arbeiten und dies auch nachweisen können, dann sollten es größere Unternehmen doch erst recht schaffen, nicht wahr?
DNK

Dieses Siegel dürfen wir nun führen.

Wo finden Sie unseren DNK -Entsprechungsbericht?

Hier, in der DNK-Datenbank. Und weil dieser Bericht sehr ausführlich ist, haben wir auch einen gut aufbereiteten Nachhaltigkeitsbericht geschrieben, den Sie über diesen Link finden. Viel Spaß beim Lesen! Lassen Sie uns gerne einen Kommentar dazu hier!

Katja Hobler

About Katja Hobler

Katja Hobler probiert unheimlich gerne sich selbst und neue Dinge aus. Daher ist sie sehr dankbar, dass sie bei Natursteine Glöckner nicht nur für Strategie, Marketing und CSR zuständig ist, sondern noch für eine gute Handvoll anderer Bereiche.

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